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Stoppt den Verkauf von Nazi-Zeitungen
Monday, 19. June 2006
Protestaktion der Jugend Antifa Aktion (JAA) bei Salzmann in der Burgpassage von der Polizei aufgelöst.

„Faschistische Hetze stoppen – Kampagne Stoppt Nazi-Zeitungen„ war auf einem roten Transparent zu lesen, das rund 20 AntifaschistInnen heute nachmittag vor dem Pressezentrum Salzmann in der Burgpassage entrollten. Mit Flugblätter wurden Passanten darüber informiert, dass Salzmann seit einiger Zeit wieder Nazi-Zeitungen, wie das NPD-Organ „Deutsche Stimme„
und die „Junge Freiheit„ verkauft. Nach ca. 20 Minuten erschien die von Salzmann gerufene Polizei und erteilte den DemonstrantInnen Platzverweise. Eine Sprecherin der JAA dazu: „Offensichtlich ist allein das Zeigen von Transparenten und das Verteilen von Flugblättern gegen den Verkauf von Nazi-Zeitungen in dieser Stadt Grund genug für einen Polizeieinsatz. Bereits vor einigen Wochen haben wir vor Salzmann protestiert. Dass diese Blätter immer noch verkauft werden, macht deutlich, dass Salzmann keine Probleme hat mit rechter Hetze Geschäfte zu machen.„
Als die DemonstrantInnen bereits die Burgpassage verlassen hatten wurden sie erneut von der Polizei aufgehalten. Im Beisein eines bekannten Nazis wurde ihnen von Polizeibeamten Regenkapuzen und Mützen vom Kopf gerissen. Offensichtlich hatte dieser aus unbekannten Gründen Anzeige gestellt und durfte sich so die Gesichter der AntifaschistInnen in Ruhe einprägen.

Während Nazis in dieser Stadt zunehmend aktiv sind und Menschen überfallen, Jugendtreffs angreifen und anzünden, verfolgt die Polizei ihrer altbekannten Linie: Antifaschistische Proteste werden verfolgt und kriminalisiert - faschistische Angriffe und Aktivitäten werden heruntergespielt oder verleugnet. Jetzt geraten sogar schon Menschen ins Visier des Staatschutzes, allein weil sie dokumentieren, welche Naziüberfälle es in dieser Stadt gab. So wird derzeit gegen die Jugendorganisation „Die Falken„ ermittelt, weil sie nach einem Anschlag auf einen ihrer Jugendtreffs eine Chronologie rechter Überfälle veröffentlicht haben. Hier werden die Opfer faschistischer Angriffe auch noch zur Zielscheibe staatlicher Repression.

„Wir werden uns weder von den Angriffen der Nazis, noch von denen der Polizei einschüchtern lassen. Wenn weiterhin Nazi-Zeitungen bei Salzmann verkauft werden, werden wir auch weiterhin dagegen protestieren!„, so die Sprecherin der JAA.

 
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