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Veranstaltung: Der Aufstand in Oaxaca
Dienstag, 23. Januar 2007

Freitag, 26.01.2007 - 20 Uhr

Antifa-Café * Cyriaksring 55

 

Mehrere Monate befand sich die Bevölkerung des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca im Aufstand. Alle Regierungsgebäude, Radiostationen und zentralen Plätze wurden besetzt oder blockiert, Fabriken, Unis und Schulen bestreikt und hunderte Straßen verbarrikadiert. An die Stelle der alten politischen Verwaltungen trat die Selbstverwaltung durch Versammlungen.

Begonnen hatte alles mit einem Streik von 80.000 LehrerInnen Mitte 2006. Sie streikten für höhere Löhne und bessere Bedingungen für die Schulen. Als die Polizei ein Streikcamp im Stadtzentrum brutal räumte, solidarisierten sich weite Teile der Bevölkerung mit den LehrerInnen und forderten die Absetzung des zuständigen Gouverneurs.


Als Ende letzten Jahres Polizei und Militär einen Großteil der Barrikaden räumten, kam es zu mehreren Toten und unzähligen Verletzten. Am Unigelände, wo sich ein wichtiger unabhängiger Radiosender befindet, scheiterte die Polizei an dem Widerstand und zog sich nach einer mehrstündigen Schlacht zurück. Was in den bundesdeutschen Medien als „Wiedereinführung der Ordnung“ dargestellt wurde, war nichts anderes als das blutige Niederschlagen eines Aufstandes. Doch bis heute ist die komplette Kontrolle des Staates über Oaxaca nicht wieder hergestellt, trotz riesiger Verhaftungswellen und vieler „Verschwundenen“, ist die Bevölkerung weiter dabei sich zu organisieren.


Die Veranstaltung zeichnet, unterstützt durch Bilder und Videos, die Entwicklung des Aufstandes nach und gibt einen Überblick über die verschiedenen politischen Strömungen innerhalb der öffentlichen Volksversammlung von Oaxaca (APPO).

 
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