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Gegen Militarismus und Kriegstreiberei!
Freitag, 29. Juni 2007

Gifhorntag und Nijmwegenmarsch der Bundeswehr stören!!!

Treffen
11.07.07 - 14:30 Uhr - Bahnhof Gifhorn-Stadt

Vorbereitungstreffen in Braunschweig

09.07.07 - 20 Uhr - Antifaschistisches Café 

Aufruf der Gegenwind A.G. Gifhorn - unterstützt durch das Antifaschistische Jugendbündnis Braunschweig: 

Alle Jahre wieder kommt es in Gifhorn zu einer Propagandaveranstaltung der Bundeswehr: dem Gifhorntag und dem damit verbundenen Nijmwegenmarsch. Mit einem Festumzug soll der Bevölkerung bei Gulaschkanone und Erbsensuppe die Armee nahegebracht werden. Doch dieses Jahr wollen wir diese Show nicht so sang- und klanglos über die Bühne gehen lassen und rufen alle friedliebenden und fortschrittlichen Menschen zum Protest gegen dieses Spektakel auf. [...]

 

Und es gibt viele gute Gründe dafür. 1955 gegründet um die sogenannte „freie Welt“ gegen eine angebliche Bedrohung aus dem „Osten“ zu verteidigen, zeichnete sie sich schon damals durch einen reaktionären Antikommunismus aus und übernahm damit nahtlos die Tradition und Ideologien der Wehrmacht aus der sie hervorgegangen war. Diese Kontinuitäten zeigten sich auch im personellen Charakter, 12800 alte Nazigeneräle und Admirale der Wehrmacht, darunter etliche Kriegsverbrecher, und selbst Offiziere der Waffen- SS wurden in ihren Reihen mit offenen Armen empfangen, oft durften diese Menschen sogar ihren Dienstrang beibehalten. Diese Tradition setzt sich bis heute unverändert fort. Immer wieder kann man von rechtsextremen Umtrieben in der Bundeswehr hören oder lesen. Das äußert sich durch das Bemalen der Fahrzeuge mit Symbolen, die denen der Nazizeit ähnlich sind oder auch wie der letzte Bundeswehr-Skandal durch rassistische Bemerkungen von Vorgesetzten. Und dies sind keine Einzelfälle sondern strukturell bedingte Erscheinungen. In einer Gemeinschaft in der Menschen systematisch zum Töten abgerichtet werden, in der Menschen ihre Individualität und eigenes Denken aufgeben, sich einem Korpsgeist beugen und einer diffusen Mischung aus Nationalismus und Vorherrschaftsdenken folgen, sind solche Auswirkungen praktisch vorprogrammiert.

Ursprünglich als Verteidigungsarmee konzipiert, entwickelte sich die Bundeswehr in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einer Interventionsarmee um macht- und wirtschaftspolitische Interessen Deutschlands in der ganzen Welt durchzusetzen. So ist die Sicherung des Zugangs Deutschlands zu Rohstoffen mittlerweile sogar in den verteidigungspolitischen Richtlinien festgeschrieben. Die Aussage des ehemaligen Verteidigungsministers Struck, dass „Deutschlands Freiheit auch am Hindukusch verteidigt" werde, spricht Bände. Folgerichtig sind Auslands- und Kampfeinsätze der Bundeswehr mittlerweile an der Tagesordnung, dazu zählen auch völker- und grundrechtswidrige Angriffskriege, wie der Kosovokrieg und der Krieg in Afghanistan. Derzeit sind ca. 8100 bewaffnete deutsche Soldaten in aller Welt aktiv und zwar in folgenden Gegenden: Afghanistan, Usbekistan, Bosnien-Herzegowina, Sudan, Libanon, Georgien, Äthiopien, Eritrea, Kosovo und am Horn von Afrika. Und der Trend zur Militarisierung geht noch weiter. Geht es nach Bundesinnenminister Schäuble soll die Bundeswehr auch im Inland eingesetzt werden. Einen kleinen Vorgeschmack mit Gewöhnungseffekt gab es dafür schon bei den G8-Protesten in Heiligendamm, wo sie mit Flugzeugen und Spionagepanzern Demonstranten überwachte. Für all diese Einsätze braucht die Armee die Einwilligung und Unterstützung der Bevölkerung zu Hause. Und diese versucht sie bei Propagandaveranstaltungen wie dem Gifhorntag zu bekommen. In einer Zeit in der Arbeits- und Ausbildungsplätze rar sind, bietet sie sich als Arbeitgeber an. Sie wirbt offensiv in Schulen, bei Volksfesten, Arbeitsagenturen, Militärshows und anderen Propagandaveranstaltungen wie eben dem Gifhorntag um neue Rekruten, die für einen Ausbildungsplatz und/oder Job bereit sind das Kriegshandwerk des Tötens auf Befehl zu erlernen. Denn darum geht es nach wie vor bei jeder Armee: zu lernen zu gehorchen, zu lernen zu töten.

Machen wir ihnen also einen Strich durch die Rechnung! Zeigen wir ihnen, dass die staatlich ausgebildeten Killer in Gifhorn bei weitem nicht von allen willkommen geheißen werden! Kommt alle zum Gifhorntag der Bundeswehr und tut euren Unmut lautstark und fantasievoll kund.

Verkleidungen (z.B. als verwundeter Zivilist) und/oder Trillerpfeifen etc. sind ausdrücklich erwünscht!

Gegen Krieg!!! Gegen Kapitalismus!!!BUNDESWEHR  ABSCHAFFEN!!!

Übrigens: Der Wehretat ist dieses Jahr mit 28 Milliarden Euro der zweitgrößte Einzelposten im Haushalt der BRD! Und im Gegenzug dazu werden Sozialleistungen immer wieder gekürzt?! Klingt komisch, ist aber so!                    

Infos unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst                 V.i.S.d.P.: B. Leiberecht, Rote Riede 129 a, 38518 Gifhorn

 
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