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Öffnungszeiten

Freitags ab 20 Uhr: Antifa-Café
Montags 19 Uhr: Jugend Antifa Aktion (JAA)

1. Dienstag im Monat 19 Uhr:
Rote Hilfe/Rechtshilfefonds  

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Ausgewählte Flugblätter

Falsche Kapitalismuskritik & Antisemitismus
Unter dem Motto „Den Nazi-Aufmarsch stoppen“ entstand dieser Text als Aufruf gegen den NPD-Aufmarsch am 18. Juni 2005 in Braunschweig. 

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Soliseite für Axel, Florian, Oliver und Andrej
Am 31.07.2007 wurden Axel, Florian, Oliver und Andrej festgenommen. Ihnen und drei weiteren Personen wird "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung" (§129a) vorgeworfen.
 
Rote Hilfe
Aktuelle Infos zur Repression und Verhaltenstipps im Umgang mit Polizei und Justiz gibt es auf der Seite der Roten Hilfe.
Stören wir den Wahlkampfauftakt der NPD in Hannover!
Freitag, 17. August 2007

banner120x171.jpg Die NPD will am 15.09.2007 ihren Wahlkampfauftakt für Niedersachsen mit einer großen Veranstaltung im Hannover Congress-Centrum beginnen. Da jeder öffentliche Auftritt von Faschisten einer zu viel ist, rufen wir alle auf, mit uns nach Hannover zu fahren und sich an den Gegenaktionen zu beteiligen.

[ganzer Aufruf]

Vorbereitungstreffen in Braunschweig
Freitag - 14. September - 20 Uhr
Antifaschistisches Café - Cyriaksring 55

Gegendemo Hannover:
Samstag - 15. September - 10 Uhr
Opernplatz - Hannover  

Weitere Infos unter: www.kein-raum.de.vu

Die Region zwischen Harz und Heide bildet zur Zeit einen Schwerpunkt der Nazi-Tätigkeiten in Niedersachsen. Andreas Molau aus Groß Denkte (Mitglied des Bundesvorstands der NPD und stellvertretender Landesvorsitzender in Niedersachsen)  und andere aktive Kader leben hier. Unter dem Motto „Wir erobern die Städte vom Land aus" versuchen sie den antifaschistischen Widerstand in größeren Städten zu umgehen und konzentrieren sich auf eher provinzielle Gegenden, in denen es kaum antifaschistische Strukturen gibt. Dies gilt für die Dörfer rund um Braunschweig ebenso, wie für die Harzregion, wo die Faschisten mit vergleichsweise geringem Aufwand und Anhängern eine hohe Aktivität erreicht haben. Der Wahlkampfauftakt, für den die Partei mit 600 Teilnehmern rechnet, hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die regionalen Nazi-Strukturen und wird auch Faschisten aus Braunschweig anziehen. Nicht zuletzt wird Andreas Wolf versuchen, in Braunschweig für die NPD in den Wahlkampf zu ziehen.
Die NPD versucht sich auf der einen Seite als „seriöse" Wahlalternative zu verkaufen und setzt auf der anderen Seite auf die Zusammenarbeit mit den „Freien Kameradschaften". Dies zeigt sich an den Rednerlisten bei ihren Kundgebungen und Demonstrationen. Mit Christian Worch aus Hamburg oder Dieter Riefling aus Hildesheim seien hier zwei wichtige Nazi-Kader aus dem Spektrum der militanten „Freien Kameradschaften" erwähnt. Beide sind auch Redner beim Wahlkampfauftakt in Hannover. Die Zusammenarbeit mag zwar ein Spagat sein, ist aber kein Widerspruch. Vielmehr stellt es letztendlich zwei Seiten einer Medaille im „Kampf um die Straße, Parlamente und um die Köpfe" dar, wie er von der NPD propagiert wird.

Nazis machen auf sozial...

In welche Richtung sich der Wahlkampf der NPD bewegen wird, ist abzusehen. Mit der Thematisierung der „sozialen Frage" werden die Faschisten versuchen eine vermeintliche Antwort auf die Verschärfungen des Kapitalismus zu liefern. Mit scheinbar radikalen Parolen wollen NPD und „Freie Kameradschaften" an die Ängste und Sorgen der Massen anknüpfen. Über aktuelle Themen wie Bildung, Hartz IV oder Globalisierung wollen sie populistisch die Interessen der „kleinen Leute" treffen. Doch was die Nazis als Kapitalismuskritik verkaufen, entpuppt sich schnell als dessen Gegenteil. Da sie unfähig sind, den Kapitalismus zu verstehen und seine Funktionsweise zu erkennen, biologisieren sie die gesellschaftlichen Verhältnisse und schieben bestimmten Personengruppen die Verantwortung zu.  Da sich das kapitalistische Herrschaftsverhältnis als etwas sehr abstraktes darstellt, konstruieren sich die Faschisten Schuldige. Seit jeher wittern sie hinter den schlechten Auswirkungen des Kapitalismus eine Weltverschwörung von Jüdinnen und Juden. Auch an anderen Fragen sind die Nazis stets bemüht Sündenböcke zu präsentieren, in denen sie ihre ganze Wut projizieren können. Ihr „Antikapitalismus" ist letztlich nichts anderes als die alte nationalistische, rassistische und antisemitische Hetze gegen Flüchtlinge und MigrantInnen, Jüdinnen und Juden oder andere.

Faschisten bekämpfen - zusammen - auf allen Ebenen - mit allen nötigen Mitteln!
Der Kapitalismus teilt die Gesellschaft in jene, die nur ihre Arbeitskraft haben und sie jeden Tag verkaufen müssen, um zu (über-)leben und jene, die über genug Kapital verfügen, um eben diese Arbeitskraft zu kaufen und mit ihrer Hilfe Kapital zu vermehren. Das Ganze nennt sich bürgerliche Klassengesellschaft oder eben Kapitalismus. Das wird von den Faschisten überhaupt nicht wahrgenommen und durch ihre Ideologie verschleiert.
Es ist aber genau diese Ordnung der Wirtschaft, die die Probleme verursacht und eben nicht bestimmte Personengruppen. Erwerbslosigkeit, Armut, Hunger, Verfolgung, Flucht, Krieg und ökologische Katastrophen finden ihre Wurzeln in der Logik des Kapitalismus. Wenn eine Gesellschaft die Produktion nach dem Kriterium des Profits ausrichtet, dann bedeutet das zwangsläufig nichts Gutes für die Masse der Menschheit. Wer etwas ändern will, kommt nicht drumherum, die Produktion durch die Massen zu organisieren und an den Bedürfnissen der Menschheit zu orientieren. Der Kampf gegen die kapitalistische Weltordnung geht über alle Grenzen in den Köpfen und auf den Karten hinweg und lässt sich nicht nach Hautfarbe oder Herkunft aufspalten!

Auf nach Hannover! NPD-Wahlkampfauftakt versauen!
 
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