| Nazikundgebung in Salzgitter verhindern! |
| Sonntag, 30. September 2007 | |
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Für den 6. Oktober 2007 ruft ein Bündnis faschistischer Splittergrüppchen, die sich selbst „Freie Patrioten Niedersachsen“ nennen, zu einer Kundgebung in Salzgitter auf. Anmelder ist Hans-Gerd Wiechmann aus Lüneburg. Er ist ehemaliges Mitglied der Republikaner und Mitbegründer verschiedener faschistischer Bündnisse, wie dem „Sozialpatriotischen Bündnis Lüneburg“ oder dem „Nationalen Bündnis Region Hannover“. In letzter Zeit trat Wiechmann immer wieder als Redner bei Aufmärschen der NPD und den „Freien Kameradschaften“ auf. Als Redner für die Kundgebung, die um 11 Uhr vor dem Rathaus in Salzgitter Lebenstedt stattfinden soll (Joachim-Campe-Straße / Albert-Schweitzer-Straße), sind neben Wiechmann auch der Hamburger Nazi Christian Worch und Vertreter der NPD angekündigt. Sorgen wir dafür, dass die Kundgebung der Nazis gestört und ihr Auftritt in Wasser fällt! Vorbereitungstreffen: Freitag, 5. Oktober * 20 Uhr * Antifa-Café * Cyriaksring 55 Nachdem die Stadt Salzgitter zunächst die Kundgebung verboten hatte, drohte Wiechmann, er und seine braunen „Kameraden“ würden die „Arbeiterstadt“ Salzgitter zu einer „Hochburg“ machen und dort „alle zwei bis drei Monate eine Kundgebung oder eine Demonstration“ abhalten. Im Internet brüstete sich Wiechmann, er werde dafür auch Unterstützung von Organisationen aus dem Ausland bekommen. So soll die spanische „Allianza Nacional“ (AN) – eine offen faschistische Organisation - ihre Unterstützung bereits zugesagt haben. Bei Aufmärschen und Kundgebungen zeigen Anhänger der AN regelmäßig den „Hitlergruß“. Die Fahne der Partei ist die „Hakenkreuzfahne“ der NSDAP, bei der das „Hakenkreuz“ durch eine „White-Power“-Rune ersetzt wurde. Auch die NPD hat angekündigt Salzgitter zum Schwerpunkt im Landtagswahlkampf zu machen. Bisher ist daraus aber noch nicht viel geworden. Ein groß angekündigter Infostand in Salzgitter wurde kurzfristig abgesagt, angeblich weil das Wetter zu schlecht gewesen sei. Tatsächlich fürchteten die Nazis wohl eher handfeste Proteste. Trotz der Absage des Büchertisches versammelten sich mehrere Hundert Menschen um gegen die NPD zu protestieren.
In Salzgitter hat sich gegen die Nazi-Kundgebung ein breites bürgerliches Bündnis gebildet, dass bisher allerdings nur zu einem "Bürgerfrühstück" ab 10 Uhr ebenfalls auf dem Rathausvorplatz aufruft. Da das Verwaltungsgericht Braunschweig inzwischen das Verbot der rechten Kundgebung durch die Stadt Salzgitter wieder aufgehoben hat, ist unklar, ob diese "Bürgerfrühstück" stattfinden wird, oder ob das Bündnis nun zu einer Kundgebung oder Demonstration gegen die Nazis aufrufen wird.
So oder so halten wir es für richtig und notwendig den Protest und den Widerstand gegen die Nazis direkt dort zu zeigen, wo sie auftreten: Sorgen wir deshalb dafür, dass nicht nur gegen die Nazis protestiert wird, sondern ihre Kundgebung gestört und ihr Auftritt in Wasser fällt! |
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