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Ausgewählte Flugblätter

Falsche Kapitalismuskritik & Antisemitismus
Unter dem Motto „Den Nazi-Aufmarsch stoppen“ entstand dieser Text als Aufruf gegen den NPD-Aufmarsch am 18. Juni 2005 in Braunschweig. 

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Soliseite für Axel, Florian, Oliver und Andrej
Am 31.07.2007 wurden Axel, Florian, Oliver und Andrej festgenommen. Ihnen und drei weiteren Personen wird "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung" (§129a) vorgeworfen.
 
Rote Hilfe
Aktuelle Infos zur Repression und Verhaltenstipps im Umgang mit Polizei und Justiz gibt es auf der Seite der Roten Hilfe.
10 Tage, die die Welt erschütterten - Veranstaltungsreihe zum 90. Jahrestag der Oktoberrevolution
Tuesday, 16. October 2007

09.11. Doku: “Chronik der Revolution”
UdSSR 1972; 60min. Anhand historischen Filmaterials werden die wichtigsten Ereignisse der Oktoberrevolution aufgezeigt. Der Originalkommentar wurde für den Film ins Deutsche übersetzt und mit Erläuterungen versehen.

16.11. Film: Eisensteins “Oktober”
UdSSR 1927; 100min.; Sergej M. Eisensteins berühmter mit Musik unterlegter Monumental-Stummfilm über die Ereignisse des Jahres 1917:„Das zwischen scharfer Polemik und wuchtigem Pathos schwankende Werk fasziniert ... durch die authentische Wirkung der aufwendig nachgestellten historischen Szenen und durch die suggestive Ausdruckskraft seiner Bildmontagen“ (Lexikon des intern. Film). 

30.11. Spielfilm “Zehn Tage, die die Welt erschütterten”
UdSSR, 120min. Der Film zeigt die Erlebnisse des US-Journalisten John Reed während der Oktoberrevolution. Reed, der mit den Bolschewiki sympathisierte, war Autor des gleichnamigen Buches, einer der bekanntesten Reportagen über die Oktoberrevolution.

07.12. Vortrag ”Vom Roten Oktober zum Roten November”
Anhand der Kämpfe der Braunschweiger ArbeiterInnenbewegung während des I. Weltkrieges, die schließlich 1918 in der Novemberrevolution und der “Sozialistischen Republik Braunschweig” mündeten, geht der Vortrag der Frage nach, welche Wirkung der Sieg der Oktoberrevolution auf die Arbeiterbewegung in Deutschland hatte.

Beginn: jeweils um 20 Uhr
im Antifaschistischen Café - Cyriaksring 55 - 38118 Braunschweig 

 
10tage.jpg Am 6. November 1917 - nach der russischen Zeitrechnung der 24. Oktober - treten die Petrograder ArbeiterInnen, Soldaten und Matrosen unter der Parole der Bolschewiki "Brot, Land und Frieden!" in den bewaffneten Aufstand, um die “Provisorische Regierung” Kerenski zu stürzen. Bewaffneten Gruppen von ArbeiterInnen und Soldaten besetzen innerhalb weniger Stunden die strategisch wichtigen Punkte der damaligen Hauptstadt Russlands.

Am Abend des 7. Novembers geben die Schüsse des Panzerkreuzers Aurora das Signal zum Sturm auf das Petrograder Winterpalais, dem letzten Zufluchtsort der bürgerlichen Regierung. Die Mitglieder der Regierung werden verhaftet, der Staatsapparat durch die neue Macht, die Räte (Sowjets) der ArbeiterInnen, Soldaten und Bauern ersetzt.

Die Delegierten des II. Sowjetkongresses in Petrograd beschließen allen kriegsführenden Völkern und Regierungen einen sofortigen Frieden ohne Annexion und Kontributionen anzubieten. Mit dem "Dekret über den Grund und Boden" werden über 150 Millionen Hektar Land der Großgrundbesitzer an Genossenschaften und Kleinbauern übergeben.

Die  Oktoberrevolution gab der internationalen ArbeiterInnenbewegung die berechtigte Hoffnung, dass ein Sieg über den Kapitalismus auch in ihren Ländern möglich ist. Auch die Bolschewiki verstanden die Revolution als ersten Schritt zu einer weltweiten sozialistischen Umwälzung. Sie wussten, dass es unmöglich war den Sozialismus allein in einem rückständigen Land wie Russland - aufzubauen. Lenin hoffte insbesondere auf den Ausbruch einer Revolution in Deutschland. Als ein Jahr später in Kiel die Matrosen meuterten, der Krieg beendet werden musste und Arbeiterräte in vielen Städten die Macht übernahmen,  schien dies in greifbare Nähe zu rücken. Doch die Novemberrevolution in Deutschland wurde bald - mit Hilfe der Sozialdemokratie – niedergeschlagen. Die ArbeiterInnenbewegung wurde weitgehend wieder integriert. Der Kapitalismus herrschte nun in Form der bürgerlichen Demokratie. Statt einer revolutionären Entwicklung triumphierten bald reaktionäre Bewegungen, bis schließlich in vielen Ländern faschistische Regimes an die Macht gehievt wurden.

Das Ausbleiben einer weiteren weltweiten revolutionären Entwicklung und die damit verbundene Isolierung der Sowjetunion (SU), der von den kapitalistischen Mächten unterstützte Bürgerkrieg in Russland und die internen Auseinandersetzungen um Taktik, Strategie und Macht innerhalb der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und schließlich der Überfall der Nazis auf die Sowjetunion, führten dazu, dass bald nur noch  der “Aufbau des Sozialismus in einem Land” propagiert wurde. Die Macht der Räte wurde durch die Parteibürokratie ersetzt. Nicht wenige überzeugte KommunistInnen, die weiter für eine revolutionäre Entwicklung in der SU und weltweit eintraten, wurden unter Stalin verfolgt, verbannt oder umgebracht.

Und so wurde die SU nicht das erhoffte “Paradies der Arbeiter” - und der Weg zu einer Gesellschaft,  in der alle Verhältnisse umgeworfen wurden, „in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Karl Marx) endete.

Dennoch ist für uns die Oktoberrevolution ein wichtiger Teil der Geschichte der Kämpfe gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Sie steht für uns auch heute noch als Symbol dafür, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist, sondern ein von Menschen geschaffenes System, dass auch von ihnen wieder abgeschafft werden kann. 

Denn damals wie heute gilt: Eine andere Welt ist möglich
 - Eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!

 
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