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Ausgewählte Flugblätter

Falsche Kapitalismuskritik & Antisemitismus
Unter dem Motto „Den Nazi-Aufmarsch stoppen“ entstand dieser Text als Aufruf gegen den NPD-Aufmarsch am 18. Juni 2005 in Braunschweig. 

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Soliseite für Axel, Florian, Oliver und Andrej
Am 31.07.2007 wurden Axel, Florian, Oliver und Andrej festgenommen. Ihnen und drei weiteren Personen wird "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung" (§129a) vorgeworfen.
 
Rote Hilfe
Aktuelle Infos zur Repression und Verhaltenstipps im Umgang mit Polizei und Justiz gibt es auf der Seite der Roten Hilfe.
Antifaschistische Demo in Bad Lauterberg
Freitag, 14. Dezember 2007

landleben.pngDer Harz: Berge, Bäume, braune Idylle - Gegen NPD und Kameradschaften

Der Harz ist nicht nur ein idyllischer, kulturell weitgehend unberührter Flecken Niedersachsens, er ist auch eine der Regionen, in denen sich Nazis auf dem Vormarsch befinden. Im Ostharz verfügen sie schon seit Jahren über eine Position, die bis hin zum direkten Einfluss auf die Tagespolitik reicht. Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich nun im Südharz ab, unter anderem sind signifikant viele NPD-Funktionäre in die dortigen Städtchen gezogen und haben dort auch schon erste Erfolge bei der bürgerlichen Mitte erzielt. Nun mobilisiert ein antifaschistischesBündnis zu einer Demonstration in das Städtchen Bad Lauterberg. Wir bieten euch die Möglichkeit, mit uns gemeinsam im Bus zur Demonstration zu fahren.

Antifaschistische Demonstration in Bad Lauterberg (Südharz)
Samstag - 19.01.08 - 14 Uhr - Postplatz

Freitag - 18.01.08 - Antifaschistisches Café - Cyriaksring 55:

18 Uhr - Vorbereitungstreffen
            Aus Braunschweig wird es einen Bus zur Demo geben - Treffen für alle die mitfahren wollen

20 Uhr - Veranstaltung "Braunes Hinterland: Nazis zwischen Harz und Heide"
             Informationen zu Aktivitäten und Köpfen der NPD und Kameradschaften vom Harz bis Braunschweig

Terror im nahen Osten
Der Harz ist ein landschaftlich schönes Fleckchen im Süden Niedersachsens. Ungestört vom Trubel größerer Städte lädt die Region UrlauberInnen ein, sich in der beschaulichen Umgebung zu erholen. Doch nicht nur RentnerInnen und Familien genießen die ungestörte Atmosphäre, leider ist eine derart verschlafene Ecke auch ein anscheinend optimaler Nährboden für faschistische Parteien und Gruppierungen. Sowohl hinsichtlich ihrer Organisierung in Parteien und parteiungebundenen Gruppen, wie auch im Sinne einer zunehmenden Kollaboration der bürgerlichen Mitte mit offen faschistisch auftretenden Organisationen hat sich bislang besonders der Ostharz (u.a Quedlinburg, Blankenburg, Halberstadt, Wernigerode) zum „ruhigen Hinterland" für Nazis entwickelt.

Fernab von Einflüssen, die einer Ausbreitung von Nazistrukturen entgegenwirken (migrantische Jugendliche, Punks & AntifaschistInnen, aber z.B. auch unkommerzielle Freizeitangebote) haben sich schon seit Beginn der 90er Jahre faschistische Strukturen im Ostharz etabliert. Ihre Existenz kann man selbst den bürgerlichen Medien ab und an entnehmen, wenn z.B. gerade eine Theatertruppe verprügelt wurde (Halberstadt), die bürgerlichen Parteien sich von der NPD diktieren lassen, welche KünstlerInnen auftreten dürfen (Fall Konstantin Wecker, ebenfalls Halberstadt), oder einer der täglichen Naziüberfälle der Presse ein paar Zeilen am Rande wert ist. Einspruch oder gar Widerstand gegen diese Entwicklung hat es im Ostharz nur von antifaschistischer Seite gegeben, die breite Masse schwieg und schweigt oder kollaboriert gar mit den braunen Hetzern.


...und Expansionsversuche in den Südharz

Was die „Freiheitliche Arbeiterpartei" (FAP) und die „Nationalistische Front" (NF) - zwei mittlerweile verbotene Naziparteien - in den Neunzigern im Ostharz erfolgreich vorgemacht haben, möchte die NPD nun im Südharz nachahmen. Gemeinsam mit den sogenannten „Freien Kameradschaften", also dem Teil der Naziszene, der noch mehr auf Schlägereien und faschistische Putschfantasien steht, als es die NPD bereits tut, wird ein Zustand wie im Ostharz angestrebt. Die Szene kann dabei bereits auf eine ganze Reihe von Immobilien, Läden und Gaststätten, sowie stille Geldgeber zurückgreifen - Sympathisanten, die bereits vor Ort wohnen - und weitet ihre personelle Basis seit einiger Zeit gezielt in der Region aus. Allein sechs der NPD-Kandidaten zur Landtagswahl in Niedersachsen wohnen in Bad Lauterberg, darunter drei der vier Kandidaten für die Wahlkreise Südniedersachsens. Neben Hetzparolen, Schlägereien und Anschlägen auf der einen, versucht sich die NPD andererseits auch im Südharz eine gemütliche Basis für die nächsten politischen Expansionen aufzubauen. Zum Teil hat sie das bereits geschafft. In Bad Lauterberg verfügt sie bereits über ein Stadtratsmandat und der Bürgermeister von Herzberg-Scharzfeld ging schon öffentlich die Umarmung mit den Faschisten ein: Am 15. April 2007 konnte die NPD ihren Landesparteitag mit Unterstützung des Bürgermeisters im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus abhalten. Der Bürgermeister aß nett Würstchen mit den Nazi-Ordnern und ließ sich hinterher noch bei Attacken auf anwesende Pressevertreter filmen. Soweit - so schlecht!

 

Machen wir sie fertig, bevor sie uns fertigmachen!

Dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen, ist Absicht des antifaschistischen Bündnisses, das für den 19. Januar 2008 zu einer Demonstration in Bad Lauterberg aufruft. Initiiert wurde die Demonstration unter dem Motto „Es gibt kein ruhiges Hinterland" von der Gruppe Antifaschistische Linke International (A.L.I.) aus Göttingen. Es soll eine kraftvolle Demonstration werden, die den Nazis und ihren bürgerlichen Kollaborateuren zeigt, dass ihr Vorhaben ab jetzt auf Widerstand trifft und denjenigen Mut macht, die in den letzten Monaten in den Dörfern und Kleinstädten des Harzes auf unterschiedlichen Ebenen aktiv gegen Nazis geworden sind. Für alle, die an der Demonstration teilnehmen möchten, bieten wir die Möglichkeit, mit uns gemeinsam im Bus zur Demonstration hin- und wieder zurück zu fahren.

 

Für diejenigen, die mitfahren, findet am 18.01.08, um 18 Uhr eine Vorbereitungsveranstaltung im Antifaschistischen Café statt. Bei dieser erhaltet ihr eine genauere Übersicht über das, was in Bad Lauterberg geplant ist, sowie Tipps & Tricks für das Verhalten bei Demos und Aktionen. Während der Veranstaltung können auch Busfahrkarten gekauft werden.

 

Zusätzlich zum Vorbereitungstreffen findet im Anschluss ab 20 Uhr eine Informationsveranstaltung statt (s. Kasten).


Veranstaltung

Braunes Hinterland: Nazis zwischen Harz & Heide

Die faschistische Szene im westlichen Teil des Harzes ist seit dem niedersächsischen Landesparteitag der NPD in Scharzfeld ins Licht einer interessierten Öffentlichkeit gerückt. In den ländlichen Regionen und Kleinstädten, wie z.B. in Bad Lauterberg, ist es den Nazis gelungen, sich in den letzten Jahren weitestgehend ungestört zu organisieren, ihre Infrastruktur mit eigenen Läden und Treffpunkten auf- und auszubauen und auch an Einfluss innerhalb der NPD Niedersachsen zu gewinnen. So kommen allein sechs der geplanten Direktkandidaten der NPD zur Landtagswahl 2008 aus Bad Lauterberg. Dort sitzt Michael Müller für die NPD im Stadtrat und das Liedermacherehepaar Anett und Michael Müller sorgt für den Soundtrack zur rassistischen und faschistischen Hetze. Die Veranstaltung wird schwerpunktmäßig einen Überblick über die Aktivitäten und Köpfe von NPD und Kameradschaften im niedersächsischen Teil des Harzes geben, aber auch auf aktuelle Entwicklungen der Nazi-Szene in der Region zwischen Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt, Wolfenbüttel und Goslar eingehen.

Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA) - Januar 2008

 
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