| 1. Mai 2008: GLOBAL KÄMPFEN STATT NATIONAL VERZICHTEN |
| Friday, 4. April 2008 | |
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Jeden Tag schleppen wir uns in die Schule, werden unterrichtet oder müssen selbst unterrichten, jeden Tag quälen wir uns in die Fabrik oder ins Büro, wir montieren Teile oder starren auf Monitore oder wir müssen aufgrund von Arbeitslosigkeit Stunden auf Ämtern zubringen. Unsere Lebensrealitäten und unsere täglichen Erfahrungen sind unterschiedlich, aber wir alle leben in ein und dem selben System. Zu den Gewinnern zählen die allerwenigsten und für den Rest bleiben nur Leistungsdruck, verlängerte Arbeitszeiten, sinkende Löhne und erzwungene Bereitschaft zu Überstunden und „Flexibilität“. Als Druckmittel genügt der Verweis auf die vielen Erwerbslosen, Billigjobber, staatlichen Zwangsmaßnahmen oder die Gefahr der Standortverlagerung als gewaltiges Droh-Szenario. Der 1. Mai ist weltweiter Kampftag der ArbeiterInnen. Auch wenn die Gewerkschaften (gerade in der BRD) ihn zu einer handzahmen Veranstaltung haben verkommen lassen, so sind in vielen anderen Ländern Millionen Menschen auf den Straßen, um ihrer Ablehnung des Kapitalismus Ausdruck zu verleihen. Es gilt dem Standortwettbewerb und der weltweiten Konkurrenz eine Absage zu erteilen. Wir alle sind von ein und dem selben System betroffen! Während die Verwertung des Kapitals längst länderübergreifend funktioniert, sind die internationale Solidarität und das gemeinsame Handeln aller Lohnabhängigen noch kaum vorhanden. Doch genau das kann der 1. Mai verkörpern: Ein globaler Kampf gegen den Kapitalismus ist notwendig!
1. MAI 2008 - 10:30 Uhr
TERMINE IM APRIL / MAI:
FILM: GLOBALER KAMPF - 1. MAI INTERNATIONAL
Mit zahlreichen Bildern und kleinen Filmausschnitten gibt es einen Einblick in die weltweiten Proteste und teilweise
militanten Auseinandersetzungen am 1. Mai. Der Schnipsel-Film führt auf eine Reise in die Türkei, USA, Lateinamerika, Asien, Berlin-Kreuzberg und andere Teile der Welt.
FILM: „ES GEHT NICHT NUR UM UNSERE HAUT“ (BRD, 2007, 81 min.) Ein Film über den Streik beim Bosch-Siemens-Hausgerätewerk in Berlin. In Interviews und Diskussion wird die Stimmung während des Streiks wiedergegeben und deutlich, dass längst nicht alle ArbeiterInnen mit der Rolle der Gewerkschaft zufrieden sind.
FILM: CHINA BLUE (Dokumention 2005) In China gehen Millionen junger Frauen vom Land in die Städte, um in den Weltmarktfabriken zu arbeiten. Der Film schildert detailliert und eindrücklich die harten Bedingungen, unter denen Ausbeutung hier stattfindet und zeigt, dass sich die jungen Frauen zu wehren wissen.
VERANSTALTUNG: Klassenkämpfe im Wirtschaftswunder - Sozialer Umbruch und proletarische Kämpfe in China |
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